Ein Klick, die Blende schließt – der Startschuss zu einem neuen Leben. Mit sieben hält Amory Clay ihre erste Kamera in Händen, eine Kodak Brownie Nummer 2, und mit ihr sind alle Weichen gestellt.
Amory Clay, Fotografin, Reisende, Kriegsberichterstatterin. Statt als Gesellschaftsfotografin in London zu reüssieren, lässt Amory alles Vertraute hinter sich und beginnt 1931 ein Leben voller Unwägbarkeiten in Berlin. Ein Berlin der Nachtclubs, des Jazz, der Extravaganz und Freizügigkeit – und der ersten Anzeichen von Bedrohung und Willkür.
Tief fühlt sich William Boyd in sie ein und versteht es glänzend, Fiktion und Geschichte miteinander zu verschränken: das ausschweifende Berlin der Dreißigerjahre, New York, wo sie den Mann trifft, der alles verändert, Paris im Zweiten Weltkrieg. Nach „Ruhelos“ hat Boyd erneut eine unvergessliche Heldin geschaffen, eine verwegene, verblüffende Frau, einen Künstlerroman, der das Porträt einer ganzen Epoche zeichnet.
Der Roman erzählt die faszinierende Lebensgeschichte der Fotografin Amory Clay (1908−1983) einer starken und selbstbewussten Frau, die mit einem unbestechlichen Blick die turbulenten und dramatischen historischen Ereignisse mit ihrer Kamera festgehalten hat: die wilden 30-iger Berliner Jahre, London, Paris, New York, als Kriegsberichterstatterin im Zweiten Weltkrieg und Vietnam/Saigon. Ein gut zu lesender Roman, den man nicht aus der Hand legen möchte.
E. L., Sandhausen


