“Zwei Rivalen, ein Traum” von Lisa Graf

Ein Jun­ge, der dem Schick­sal trotzt. Eine Erfin­dung, die die Scho­ko­la­den­her­stel­lung revolutioniert.
Bern 1863: Kurz bevor die Räder einer vor­bei­fah­ren­den Kut­sche den klei­nen Tag­träu­mer Rudol­phe Lindt auf dem Markt­platz erfas­sen, wird er von einem bild­hüb­schen Blu­men­mäd­chen geret­tet. Von die­sem Augen­blick an ist klar: Der jun­ge Lindt hat über­lebt, um Gro­ßes zu voll­brin­gen! Doch nicht etwa so, wie es sich sei­ne Fami­lie wünscht. Der Sohn eines Apo­the­kers wird zum Schul­ab­bre­cher und stürzt sich in das Aben­teu­er. In Bern eröff­net er schließ­lich eine Scho­ko­la­den­fa­brik und schafft etwas Ein­zig­ar­ti­ges, das ihm einen Platz in den Geschichts­bü­chern sichert: Der Jun­ge, der einst eine her­be Ent­täu­schung für sei­ne Fami­lie war, revo­lu­tio­niert die Scho­ko­la­den­her­stel­lung. Wäh­rend Rudol­phe Lindt das Con­chie­ren erfin­det, rich­ten sich die Bli­cke der Welt auf ihn. Vor allem Cho­co­la­tier Sprüng­li kann nicht glau­ben, was er voll­bracht hat …
Ent­ge­gen dem ers­ten Teil steht dies­mal die Fami­lie Lindt im Vor­der­grund. Wer sich dafür inter­es­siert,  war­um Scho­ko­la­de con­chiert wird,  bekommt dar­auf eine Ant­wort. Das Buch ist flüs­sig geschrie­ben und gut zu lesen. Ich habe mich gut unter­hal­ten gefühlt.
C. F., Sandhausen

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“25 letzte Sommer” von Stephan Schäfer

Am Küchen­tisch eines alten Bau­ern­hau­ses tref­fen zwei Men­schen auf­ein­an­der, die unter­schied­li­cher nicht sein könn­ten. Der Erzäh­ler die­ser Geschich­te führt ein gehetz­tes Leben, das er als end­lo­se To-do-Lis­te emp­fin­det; Karl hin­ge­gen sor­tiert Tag für Tag Kar­tof­feln — und denkt nach. Als Karl sei­nen Gast mit der Tat­sa­che kon­fron­tiert, dass ihm noch unge­fähr 25 Som­mer blei­ben, begin­nen bei­de ein Gespräch über die gro­ßen Fra­gen des Lebens: War­um ver­brin­gen wir so viel Zeit mit unse­rer Arbeit anstatt mit den Men­schen und Din­gen, die uns wirk­lich wich­tig sind? Woher neh­men wir den Mut, unse­re eige­nen Träu­me zu ver­wirk­li­chen? Und war­um beginnt das rich­ti­ge Leben oft erst, wenn wir erken­nen, dass wir nur eines haben?
25 letz­te Som­mer ist eine war­me, tie­fe Erzäh­lung, die uns in unse­rer Sehn­sucht nach einem Leben in Gleich­ge­wicht abholt, uns mit­nimmt zu Karl und sei­nem Hof, zum See und auf den Kar­tof­fel­acker – zu einer Geschich­te über Freund­schaft, über das Zu-viel und Zu-wenig im Leben. Und über die Fra­gen, auf die wir alle so ger­ne Ant­wor­ten fin­den wollen.
Das Leben pau­sie­ren und mal eben neu aus­lo­ten – das gelingt mit Ste­phan Schä­fers Roman. Er erzählt die Geschich­te zwei­er Frem­der, die zu Freun­den wer­den. Damit spricht er nicht nur sich selbst, son­dern auch mir aus der Seele. 
Armin B., Sandhausen

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“Jenseits der Mur” von Gudrun Wieser

Ein fein­sin­ni­ger und detail­reich recher­chier­ter his­to­ri­scher Kri­mi­nal­ro­man aus der Kaiserzeit
Stei­er­mark, 1882: In einem gestren­gen Mäd­chen­pen­sio­nat in der Nähe von Graz ereig­nen sich mys­te­riö­se Todes­fäl­le unter den Schü­le­rin­nen. Alle Opfer tra­gen eine rosa­far­be­ne Schlei­fe an ihrer Klei­dung. Als der jun­gen Leh­re­rin Ida Fich­te noch wei­te­re merk­wür­di­ge Details auf­fal­len, beginnt sie gemein­sam mit dem feschen Gen­dar­men Wil­helm Koweindl zu ermit­teln. Doch bald schon wer­den die bei­den in ein abgrün­di­ges Spiel hin­ein­ge­zo­gen, in dem nichts ist, wie es scheint.
Ein his­to­ri­scher Kri­mi, des­sen Hand­lung nicht nur in frü­he­ren Zei­ten spielt, son­dern sich auch der dazu pas­sen­den Spra­che bedient. Zu Anfang etwas unge­wöhn­lich, dann aber span­nend und humor­voll geschrieben.
Armin B., Sandhausen

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Bücherflohmarkt

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Musikalische Lesung mit MICHAEL KOBR

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Musik ! Kabarett ! Comedy !

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“Baron Wenckheims Rückkehr” von László Krasznahorkai

‘Jedes mei­ner Bücher soll die lite­ra­ri­sche Land­kar­te ver­schie­ben.’ — László Kraszn­ahor­kai, 2015 mit dem Inter­na­tio­nal Man Boo­ker Pri­ze aus­ge­zeich­net, gelingt mit ‘Baron Wenck­heims Rück­kehr’ ein Meis­ter­werk: ein Feu­er­werk aus uner­schöpf­li­cher Erfin­dungs­ga­be, hell­sich­ti­ger Psy­cho­lo­gie, abgrün­di­gen The­men und absur­dem Humor.
Baron Wenck­heim kehrt in das Ungarn von heu­te zurück: eine her­un­ter­ge­kom­me­ne Welt vol­ler Ver­lie­rer. Die über­stei­ger­ten Hoff­nun­gen aller rich­ten sich an Wenck­heim. Der in Bue­nos Aires zu ver­meint­li­chem Welt­ruhm gekom­me­ne Sohn der Stadt soll sie ret­ten. Doch zu vie­le spie­len mit dem Feu­er, und die Stadt steht vol­ler geheim­nis­vol­ler Tank­wa­gen. Die Explo­si­on scheint jede Sekun­de nah. Mit die­sem Buch schließt László Kraszn­ahor­kai an sei­ne legen­dä­ren Roma­ne ‘Satans­tan­go’ und ‘Melan­cho­lie des Wider­stands’ an, die in New York zu gefei­er­ten Wie­der­ent­de­ckun­gen mit Kult­sta­tus wur­den. Aus­ge­zeich­net mit dem Natio­nal Book Award 2019 for Trans­la­ted Literature.
Der Pro­fes­sor ent­schei­det sich, sein bis­he­ri­ges Leben und Den­ken radi­kal hin­ter sich zu las­sen, sieht sich jetzt aber der Gesell­schaft, sei­ner Toch­ter und einer Rocker­ban­de gegen­über. Der Baron will noch ein­mal sei­ne gro­ße Lie­be tref­fen, sieht sich aber den gesell­schaft­li­chen Hoff­nun­gen und Über­spit­zun­gen gegen­über. Absurd über­zeich­ne­tes Klein­bür­ger­tum oder klein­tei­lig her­vor­ra­gend beob­ach­te­te Rand­ge­stal­ten enden alle erklä­rungs­los in einer Apo­ka­lyp­se. Sprach­lich ein Erlebnis
Oli­ver S., Sandhausen

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“Katzentage” von Ewald Arenz

Die Schön­heit des Lebens

Pau­la und Peter sind schon seit Lan­gem Kol­le­gen. Sie ist Ärz­tin, er arbei­tet als Jurist in der Kli­nik­ver­wal­tung. Ein Inter­es­se der bei­den anein­an­der war schon immer da. Nach einem mehr­tä­gi­gen Semi­nar ver­brin­gen sie die letz­te Nacht miteinander.
Auf der Rück­fahrt nach Hau­se kom­men die bei­den mit der Bahn nur bis Würz­burg: Streik. Was sol­len sie tun mit ihrer unge­klär­ten Geschich­te und den uner­war­tet frei­en Tagen? Wäh­rend sie Stadt und Umge­bung erkun­den, nähern sich die bei­den ein­an­der vor­sich­tig. Peter hält die Unge­wiss­heit, wie es mit ihnen wei­ter­ge­hen wird, nur schwer aus. Sein Drän­gen nimmt Pau­la mal spie­le­risch, mal ver­är­gert. Sie will das Jetzt genie­ßen und weicht den Fra­gen nach dem Mor­gen aus. Als eine Kat­ze zu ihrer Beglei­tung wird, sehen sie an deren Bei­spiel, wie schwer sich Men­schen damit tun, den Moment zu leben, ohne Plan zu sein und sich der Frei­heit hinzugeben.
Bedingt durch einen Streik, lan­den Pau­la und Peter auf der Rück­rei­se von einem Semi­nar in Würz­burg. Sie nut­zen die Zeit und erkun­den die für Bei­de noch unbe­kann­te Stadt und kom­men sich dabei auch selbst Stück für Stück näher. Eine schö­ne, sprach­lich gut zu lesen­de Liebesgeschichte.
E.L., Sandhausen

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“Dünnes Eis” von Theres Essmann

Kurz vor ihrem hun­derts­ten Lebens­jahr wird Mari­et­ta von einer selt­sa­men Unru­he ergrif­fen. Dabei macht sie sich nicht viel aus den Geburts­ta­gen, viel­mehr beschäf­tigt sie, was in ihrer Umge­bung pas­siert. In das Zim­mer ihrer Heim­nach­ba­rin Gise­la ist Herr Tacke ein­ge­zo­gen, mür­risch und ein alter Nazi, wird gemun­kelt. Und in der Flücht­lings­un­ter­kunft neben­an lebt ein klei­ner Jun­ge, der sie an ihren Sohn erin­nert, der vor vie­len Jahr­zehn­ten die Flucht aus den Ost­ge­bie­ten nicht über­lebt hat.
Nach und nach mel­den sich die Geis­ter der Ver­gan­gen­heit und for­dern sie auf, sich end­lich dem schmerz­haf­tes­ten Ereig­nis ihres Lebens zuzu­wen­den, das sie jahr­zehn­te­lang in ihrem tiefs­ten Inne­ren ver­gra­ben hat­te. Durch eine Begeg­nung fin­det sie den Mut, sich ihrer dun­kels­ten Stun­de zu stellen.
Ein sehr berüh­ren­der Roman, der ein­dring­lich von den Wun­den des Krie­ges erzählt und von der Kraft der Ver­söh­nung. Ich habe das Buch mit Genuss gelesen. 
Armin B. Sandhausen

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Veranstaltungen 1. Quartal 2026

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