Spendenübergabe der Karlheinz und Margot Bender-Stiftung

Arti­kel aus den Gemein­de Nach­rich­ten vom 07.08.2026

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Spende der Karlheinz und Margot Bender-Stiftung

Arti­kel der Gemein­de Sand­hau­sen in den Gemein­de Nach­rich­ten vom 07.08.2026


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“Die Anomalie” von Hervé Le Tellier

Der spek­ta­ku­lä­re Best­sel­ler aus Frank­reich: eine bril­lan­te Mischung aus Thril­ler, Komö­die und gro­ßer Lite­ra­tur. Im März 2021 fliegt eine Boe­ing 787 auf dem Weg von Paris nach New York durch einen elek­tro­ma­gne­ti­schen Wir­bel­sturm. Die Tur­bu­len­zen sind hef­tig, doch die Lan­dung glückt. Aller­dings: Im Juni lan­det die­sel­be Boe­ing mit den­sel­ben Pas­sa­gie­ren ein zwei­tes Mal. Im Flie­ger sit­zen der Archi­tekt André und sei­ne Gelieb­te Lucie, der Auf­trags­kil­ler Bla­ke, der nige­ria­ni­sche Afro-Pop-Sän­ger Slim­boy, der fran­zö­si­sche Schrift­stel­ler Vic­tor Mie­sel, eine ame­ri­ka­ni­sche Schau­spie­le­rin. Sie alle füh­ren auf unter­schied­li­che Wei­se ein Dop­pel­le­ben. Und nun gibt es sie tat­säch­lich dop­pelt — sie sind mit sich selbst kon­fron­tiert, in der Anoma­lie einer ver­rückt gewor­de­nen Welt.
Hoch­ko­misch und teuf­lisch intel­li­gent spielt der Roman mit unse­ren Gewiss­hei­ten und fragt nach den Gren­zen von Spra­che, Lite­ra­tur und Leben. Facet­ten­reich, welt­um­fas­send, ein lite­ra­ri­sches Ereignis.
Die Idee ist gut, die Umset­zung auch. Ein Flug­zeug wird in einem außer­ge­wöhn­li­chen Ereig­nis “dupli­ziert” und erscheint mit eini­ger Ver­zö­ge­rung eben­falls in der Welt. Wie geht die Welt, die Mensch­heit damit um? Was bedeu­tet es für die Pas­sa­gie­re, dop­pelt vor­han­den zu sein? Das wird unter­halt­sam ver­han­delt, und die ver­schie­de­nen Aspek­te des Gedan­ken­spiels wer­den span­nend ausgeführt. 

Oli­ver S., Sandhausen

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“Das Narrenschiff” von Christoph Hein

Ein Staat wird – wie alle Staa­ten – gegrün­det für alle Ewig­keit und ver­schwin­det nach vier­zig Jah­ren nahe­zu spur­los. Sind die Men­schen, die dort ein­mal leb­ten, dem Ver­ges­sen anheim­ge­fal­len und ihre Träu­me nur ein kur­zer Hauch im epo­cha­len Wind der Zeitläufte?
In sei­nem ful­mi­nan­ten Gesell­schafts­ro­man lässt Chris­toph Hein Frau­en und Män­ner auf­ein­an­der-tref­fen, denen bei der Grün­dung der DDR unter­schied­lichs­te Rol­len zuteil­wer­den, beglei­tet sie durch die dra­ma­ti­schen Ent­wick­lun­gen einer im Wer­den befind­li­chen Gesell­schaft, die das bes­se­re Deutsch­land zu reprä­sen­tie­ren ver­meint und doch von einem Schei­tern zum nächs­ten eilt.
Über­zeug­te Kom­mu­nis­ten, ehe­mals begeis­ter­te Nazis, in Intri­gen ver­strick­te Funk­tio­nä­re, ihre Bür­ger­lich­keit in den Real­so­zia­lis­mus hin­über­ret­ten­de Intel­lek­tu­el­le, Schuh­ver­käu­fer, Kell­ner, Fabrik­ar­bei­ter, Haus­meis­ter und selbst ein hoher Sta­si-Mann erken­nen auf die eine oder ande­re Art ihre Zuge­hö­rig­keit zu einer unfrei­wil­li­gen Mann­schaft an Bord eines Gemein­we­sens, das sie zuneh­mend als Nar­ren­schiff wahr­neh­men und des­sen Kurs auf immer bedroh­li­che­re his­to­ri­sche Klip­pen aus­ge­rich­tet ist.

Man sieht einen Staat ent­ste­hen, der vor allem ein neu­es gesell­schaft­li­ches Modell ver­fol­gen will, aber damit umge­hen muss, dass die Men­schen nicht alle neu sind. Das beschreibt Hein alles sehr schön an den weni­gen Haupt­per­so­nen, deren Weg er ver­folgt. Vor allem schön, dass er nie vor­ab mehr weiß als sei­ne Figu­ren. So kön­nen sie zwar Ent­schei­dun­gen anzwei­feln, aber sind immer in ihrem Hier und Jetzt kon­sis­tent. Vor allem beschreibt er die DDR nie aus Sicht der BRD. Zwar wird die BRD aus Sicht der DDR erwähnt, aber nicht anders­her­um. Sehr gut gemacht

Oli­ver S., Sandhausen

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Shared Reading in der Gemeindebibliothek

Pres­se­no­tiz der RNZ vom 16.07.2026 Shared Reading

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Jahresbericht 2025 der Gemeindebibliothek Sandhausen

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Läuft, kann man nicht meckern

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Bei­trag in der RNZ vom 7.05.2026

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Projekt Leseförderung durch Lesepaten

Der Freun­des­kreis der Gemein­de­bi­blio­thek hat im Novem­ber 2025 ein neu­es Pro­jekt initi­iert, mit dem Ziel, Schü­lern mit Lese­schwie­rig­kei­ten das Lesen gene­rell näher­zu­brin­gen. Das Pro­jekt ruht auf zwei Säu­len: Spe­zi­el­le Bücher für die Ziel­grup­pen in ein­fa­cher Spra­che und die indi­vi­du­el­le Betreu­ung der Schü­ler durch Lese­pa­ten. Wir began­nen, mit den Schul­lei­tun­gen der Pes­ta­loz­zi­schu­le und der Werk­re­al­schu­le Gesprä­che zu füh­ren. Dann gab es einen Auf­ruf im Freun­des­kreis, und zehn Mit­glie­der waren bereit, sich als Lese­pa­ten zu enga­gie­ren. Mit­te März konn­ten wir unser Pro­jekt star­ten. Der Ein­satz der Lese­pa­ten ist für bei­de Schu­len unter­schied­lich. Die Pes­ta­loz­zi­schu­le bekommt bei ihrem monat­li­chen Klas­sen­be­such in der Biblio­thek von den Paten Unter­stüt­zung, indem sie jeweils ein­zel­nen Schü­lern vor­le­sen, sodass die Lehr­kräf­te Zeit haben, sich indi­vi­du­ell um ande­re Schü­ler zu küm­mern. Die Werk­re­al­schu­le hat für ver­schie­de­ne Klas­sen eine wöchent­li­che Lese­stun­de im regu­lä­ren Unter­richt ein­ge­rich­tet. Die Lese­pa­ten kom­men an die Schu­le und unter­stüt­zen die Lese­stun­de je nach Situa­ti­on als 1:1 Betreu­ung eines ein­zel­nen Schü­lers oder als Klein­grup­pe. Die Rück­mel­dun­gen zu den Akti­vi­tä­ten sind sowohl von den Schu­len als auch von den Lese­pa­ten posi­tiv. Wir freu­en uns, die Betreu­ung nach den Oster­fe­ri­en fort­zu­füh­ren. Die Eröff­nung eines Regals mit Büchern in ein­fa­cher Spra­che, der zwei­ten Säu­le unse­res Pro­jekts, ist für Ende April vor­ge­se­hen. Dar­über wer­den wir zu gege­be­ner Zeit geson­dert berichten.

Chris­ti­ne Sievi

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“Zwei Rivalen, ein Traum” von Lisa Graf

Ein Jun­ge, der dem Schick­sal trotzt. Eine Erfin­dung, die die Scho­ko­la­den­her­stel­lung revolutioniert.
Bern 1863: Kurz bevor die Räder einer vor­bei­fah­ren­den Kut­sche den klei­nen Tag­träu­mer Rudol­phe Lindt auf dem Markt­platz erfas­sen, wird er von einem bild­hüb­schen Blu­men­mäd­chen geret­tet. Von die­sem Augen­blick an ist klar: Der jun­ge Lindt hat über­lebt, um Gro­ßes zu voll­brin­gen! Doch nicht etwa so, wie es sich sei­ne Fami­lie wünscht. Der Sohn eines Apo­the­kers wird zum Schul­ab­bre­cher und stürzt sich in das Aben­teu­er. In Bern eröff­net er schließ­lich eine Scho­ko­la­den­fa­brik und schafft etwas Ein­zig­ar­ti­ges, das ihm einen Platz in den Geschichts­bü­chern sichert: Der Jun­ge, der einst eine her­be Ent­täu­schung für sei­ne Fami­lie war, revo­lu­tio­niert die Scho­ko­la­den­her­stel­lung. Wäh­rend Rudol­phe Lindt das Con­chie­ren erfin­det, rich­ten sich die Bli­cke der Welt auf ihn. Vor allem Cho­co­la­tier Sprüng­li kann nicht glau­ben, was er voll­bracht hat …
Ent­ge­gen dem ers­ten Teil steht dies­mal die Fami­lie Lindt im Vor­der­grund. Wer sich dafür inter­es­siert,  war­um Scho­ko­la­de con­chiert wird,  bekommt dar­auf eine Ant­wort. Das Buch ist flüs­sig geschrie­ben und gut zu lesen. Ich habe mich gut unter­hal­ten gefühlt.
C. F., Sandhausen

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