“Was ich nie gesagt habe” von Susanne Abel

Tom Mond­e­rath ist frisch ver­liebt: Mit Jen­ny erlebt er die glück­lichs­te Zeit sei­nes Lebens. Bis er durch Zufall auf sei­nen Halb­bru­der Henk stößt, der alles über ihren gemein­sa­men Vater wis­sen will. Doch Kon­rad starb vor vie­len Jah­ren und sei­ne demen­te Mut­ter Gre­ta kann Tom nicht befra­gen. Als sich wei­te­re Halb­ge­schwis­ter mel­den, wird es Tom zu viel. Jen­ny und Henk hin­ge­gen fol­gen den Spu­ren Kon­rads. Selbst fast noch ein Kind, kämpf­te Toms Vater im Krieg, geriet in ame­ri­ka­ni­sche Gefan­gen­schaft, bevor er in den spä­ten 40er-Jah­ren nach Hei­del­berg kommt. Dort ver­liebt er sich Hals über Kopf in die jun­ge Gre­ta, nicht ahnend, dass ein Geheim­nis aus der dun­kels­ten Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus ihre gemein­sa­me Fami­lie ein Leben lang beglei­ten wird ...

Genau­so mit­rei­ßend geschrie­ben wie schon ihr ers­tes Buch „Stay away from Gret­chen“. The­men des Buchs sind, der Umgang mit behin­der­ten Kin­dern im Natio­nal­so­zia­lis­mus, die emo­tio­na­len Fol­gen von durch anony­me Samen­spen­de gezeug­ter Kin­der und die Fra­ge der Bedeu­tung bio­lo­gi­scher und emo­tio­na­ler Elternschaft. 

Armin B, Sandhausen

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“Tante Martl” von Ursula März

Tan­te Martl ist schein­bar unschein­bar, in Wahr­heit aber ganz beson­ders. Der Leser spürt es gleich an der Art, wie sie ihre Tele­fon­an­ru­fe eröff­net: mit einem Stöh­nen, dem ein uner­war­te­ter Satz folgt. Gebo­ren als drit­te Toch­ter eines Vaters, der nur Söh­ne woll­te, ist Martl die unge­lieb­te Jüngs­te, die kei­nen Mann fin­det, dafür aber einen Beruf als Volks­schul­leh­re­rin. Nie ver­lässt sie die west­pfäl­zi­sche Klein­stadt, in der sie gebo­ren wur­de, ja nicht ein­mal ihr Eltern­haus. Und obwohl sie ihren Vater jah­re­lang pflegt, wäh­rend ihre Schwes­tern Fami­li­en grün­den, bewahrt sie ihre Selbst­stän­dig­keit. Wie Tan­te Martl das schafft und in hohem Alter noch einen gro­ßen Fern­seh­auf­tritt bekommt, erzählt Ursu­la März mit stau­nen­der Empa­thie und wider­stän­di­gem Humor.

Tan­te Martl hat das Herz auf dem rech­ten Fleck, ist reso­lut und nimmt kein Blatt vor ihren Mund. Doch das ist nur die eine Sei­te. Ursu­la März hat ihre Fami­li­en­ge­schich­te auf­ge­schrie­ben und sich dabei auch die Rol­le der Frau in der Nach­kriegs­ge­sell­schaft vor­ge­nom­men. Humor­voll, rüh­rend und auch ein klei­nes biss­chen traurig.

B. K., Sandhausen

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“Die Bagage” von Monika Helfer

„Von uns wird man noch lan­ge reden.“ Moni­ka Hel­fers neu­er Roman „Die Baga­ge“ – eine berüh­ren­de Geschich­te von Her­kunft und Familie

Josef und Maria Moos­brug­ger leben mit ihren Kin­dern am Rand eines Berg­dor­fes. Sie sind die Absei­ti­gen, die Armen, die Baga­ge. Es ist die Zeit des ers­ten Welt­kriegs und Josef wird zur Armee ein­ge­zo­gen. Die Zeit, in der Maria und die Kin­der allein zurück­blei­ben und abhän­gig wer­den vom Schutz des Bür­ger­meis­ters. Die Zeit, in der Georg aus Han­no­ver in die Gegend kommt, der nicht nur hoch­deutsch spricht und wun­der­schön ist, son­dern eines Tages auch an die Tür der Baga­ge klopft. Und es ist die Zeit, in der Maria schwan­ger wird mit Gre­te, dem Kind der Fami­lie, mit dem Josef nie ein Wort spre­chen wird: der Mut­ter der Autorin. Mit gro­ßer Wucht erzählt Moni­ka Hel­fer die Geschich­te ihrer eige­nen Herkunft.

Berüh­ren­de und erschüt­tern­de Geschich­te, wie eine Dorf­ge­mein­schaft durch Ver­leum­dung und Aus­gren­zung eine Fami­lie ins Unglück stürzt. In fei­ner Spra­che beschreibt die Autorin das kärg­li­che Leben ihrer Groß­el­tern, über das nur der Bür­ger­meis­ter zeit­wei­lig schüt­zend sei­ne Hand hält. Doch auch der hat sei­ne Grün­de. Dicht und packend.

B. K., Sandhausen

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„HEISS AUF LESEN“ – eine Erfolgsgeschichte geht weiter

Allen Unken­ru­fen zum Trotz, das gedruck­te Buch erfreut sich noch immer gro­ßer Beliebt­heit. Auch wenn fast jedes Kind heu­te über ein Smart­pho­ne, ein Tablet oder einen PC ver­fügt, wis­sen noch vie­le Kin­der ein gutes Buch zu schätzen.

Von den ins­ge­samt 95 ange­mel­de­ten Kin­der, haben 76 Kin­der das Ange­bot aktiv genutzt. 65 Kin­der haben mehr als 3 Bücher in der Akti­ons­zeit gele­sen. 403 neue Kin­der- und Jugend­bü­cher stan­den für die Mit­glie­der des Som­mer­les­e­clubs zur Aus­lei­he bereit. Die­se Bücher wur­den 1.585 Mal ausgeliehen.

Mög­lich ist die­ses Buch­an­ge­bot nur durch die finan­zi­el­le Unter­stüt­zung durch die „Freun­de der Gemein­de­bi­blio­thek e. V.“ und der Spar­kas­se Hei­del­berg. So über­nahm der Ver­ein Rech­nun­gen in Höhe von 1.056 € und die Spar­kas­se Hei­del­berg noch mal 500 € um den Som­mer­les­e­club mög­lich zu machen. Unter­stützt wird die Akti­on auch durch die Fach­stel­le für öffent­li­che Biblio­the­ken, die Prei­se und Mate­ria­li­en zur Ver­fü­gung gestellt hat. Und auch durch das Spon­so­ring durch die Bücher­stu­be am Rat­haus.

Wer in den ver­gan­ge­nen Wochen in der Biblio­thek war, konn­te immer wie­der Kin­der beob­ach­ten, die mit strah­len­den Augen ihre gele­se­nen Bücher zurück­ga­ben. Mit den Mit­ar­bei­te­rin­nen der Biblio­thek ver­zo­gen sie sich dann in ein ruhi­ges Eck­chen, um über den Inhalt des Buches zu berich­ten, Fra­gen zu beant­wor­ten und eine Bewer­tung des Buches abzugeben.

Zum Auf­takt des dies­jäh­ri­gen Som­mer­le­se-Clubs gab es eine Autoren­le­sung mit Tobi­as Elsäs­ser. Mit der aben­teu­er­li­chen Geschich­te um Linus Lind­bergh und sei­ner Uku­le­le ver­zau­ber­te Tobi­as Elsä­ßer zwei 4. Klas­sen der Grund­schu­le. Alle haben einen Ohr­wurm und vie­le Bücher mit nach Hau­se genommen!

Bedingt durch den Was­ser­scha­den in der Biblio­thek muss­te die Abschluss­ver­an­stal­tung wie­der ein­mal im Frei­en statt­fin­den. Trotz­dem sind vie­le Kin­der und Eltern gekom­men. Nach der Begrü­ßung durch die Biblio­theks­lei­te­rin, Frau Mach­au­er, die sich bei den flei­ßi­gen Lesern bedank­te, folg­te auch gleich die Ver­lo­sung der 15 Preise.

Los­fee war in die­sem Jahr Frank Pich­ler, Lei­ter der ört­li­chen Spar­kas­sen­fi­lia­le und treu­er Unter­stüt­zer des Leseclubs.

Aus­ge­lost wurden:

  • Lina Mai­er, 8 Jahre
  • Mian Deu­ser, 8 Jahre
  • Rose Schlö­cker, 9 Jahre
  • Flo­ri­an Stein, 10 Jahre
  • Kira Stangl, 10 Jahre
  • David Lede­rer, 12 Jahre
  • Dani­el Lede­rer, 12 Jahre
  • Anto­nia Kraus, 9 Jahre
  • Lars Berg­gold, 10 Jahre
  • Ham­za Nagar­wa­la, 8 Jahre
  • Emi­lie Zin­del, 7 Jahre
  • Ella Chen, 9 Jahre
  • Paul Kurr­le, 8 Jahre
  • Niklas Wag­ne, 10 Jahre
  • Tyre­se Glä­ser, 8 Jahre

Für die fünf flei­ßigs­ten Kin­der gab es vom Ver­ein „Freun­de der Gemein­de­bi­blio­thek Sand­hau­sen e.V.“ als Son­der­preis noch einen Bücher­gut­schein für die Bücher­stu­be am Rat­haus. Über­reicht wur­den die Gut­schei­ne von der Vor­sit­zen­den Chris­tin Sie­vi als Aner­ken­nung für die Lesebegeisterung.

Einen Bücher­gut­schein erhielten:

  • David Lede­rer, 12 Jahre
  • Mia Grimm, 10 Jahre
  • Tyre­se Glä­ser, 8 Jahre
  • Kira Stangl, 10 Jahre
  • Han­na Schnei­der, 9 Jahre

A.B.

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“Die Schule am Meer” von Sandra Lüpkes

Juist, 1925: Tat­kräf­tig und vol­ler Idea­le grün­det eine Grup­pe von Leh­rern am äußers­ten Rand der Wei­ma­rer Repu­blik ein ganz beson­de­res Inter­nat. Mit eige­nen Gär­ten, See­was­ser­aqua­ri­en und Thea­ter­hal­le. Es ist eine ein­ge­schwo­re­ne Gemein­schaft: die jüdi­sche Leh­re­rin Anni Rei­ner, der Musik­päd­ago­ge Edu­ard Zuck­may­er, der zehn­jäh­ri­ge Maxi­mi­li­an, der sich mit dem Grup­pen­zwang manch­mal schwer tut, sowie die reso­lu­te Insu­la­ne­rin Kea, die in der Küche das Sagen hat. Doch das Kli­ma an der Küs­te ist hart in jeder Hin­sicht, und schon bald neh­men die Span­nun­gen zu zwi­schen den Lehr­kräf­ten und mit den Insu­la­nern, bei denen die Schu­le als Hort für Juden und Kom­mu­nis­ten ver­schrien ist. Im kata­stro­pha­len Eis­win­ter von 1929 ist die Insel wochen­lang von der Außen­welt abge­schlos­sen. Man rückt ein wenig näher zusam­men. Aber kann es Hoff­nung geben, wenn der Rest der Welt auf den Abgrund zusteuert?

Die Schu­le am Meer gab es wirk­lich. Sie war Teil der Reform­schul­be­we­gung der 20er Jah­re des letz­ten Jahr­hun­derts. Die Autorin hat aus­gie­big recher­chiert und mit rea­len und fik­ti­ven Per­so­nen einen span­nen­den, tem­po­rei­chen Gesell­schafts­ro­man vor­ge­legt.

B. K., Sandhausen

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10 Jahre Benjamin Bücherwurm Vorleseclub

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Unterhaltsamer Abend mit Christoph Brüske

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Bericht vom Bücherflohmarkt

End­lich konn­ten wir den schon für 2019 geplan­ten Bücher­floh­markt durch­füh­ren. Um den Auf­wand über­schau­bar zu gestal­ten, haben wir den Floh­markt auf Roma­ne und Kin­der­bü­cher beschränkt. Die meis­ten Bücher­spen­der hiel­ten sich auch an die­se Vor­ga­be, so das wir nur weni­ge Bücher zurück­wei­sen muss­ten. Auch die Qua­li­tät der gespen­de­ten Bücher war recht gut. Die Bücher, die wir gleich aus­sor­tie­ren muss­ten, weil sie in einem schlech­ten Zustand waren, hielt sich in Grenzen.

Dank vie­ler hel­fen­der Hän­de konn­ten schon am Don­ners­tag alle Bücher auf den Ver­kaufs­ti­schen prä­sen­tiert wer­den. Ein für den Frei­tag­mor­gen geplan­ter Sor­tier­ein­satz wur­de abgesagt.

Am Sams­tag um 10.00 Uhr wur­den die Türen zum Ver­an­stal­tungs­raum der Biblio­thek geöff­net und zahl­rei­che Inter­es­sen­ten began­nen in den aus­ge­stell­ten Büchern zu stö­bern. Die mode­ra­ten Prei­se, von 2,- € für gebun­de­ne Bücher und 1,- € für Taschen­bü­cher, lie­ßen die Her­zen der Käu­fer höher schla­gen, und man­cher ging mit einem gro­ßen Sta­pel Büchern zu Kas­se. Auch jün­ge­re Leser wur­den bei den Kin­der- und Jugend­bü­chern fün­dig. Schon wäh­rend des Floh­markts wur­de flei­ßig geblät­tert und gelesen.

Um die Mit­tags­zeit ist der Besuch ein­ge­schla­fen und wir konn­ten um 13.00 Uhr bereits mit dem Abräu­men begin­nen. Gut erhal­te­ne und aktu­el­le Bücher wur­den aus­sor­tiert und auf den Bücher­wa­gen der Biblio­thek gelegt. Auch wenn uns als lei­den­schaft­li­che Leser das Herz blu­te­te, muss­te der Rest der Bücher in Kis­ten und Tüten ver­packt, um bei der AVR ent­sorgt zu werden.

Wir dan­ken allen Spen­dern, Käu­fern und den flei­ßi­gen Hel­fern, die den Erfolg des Bücher­floh­markts ermög­licht haben. Wir wer­den den Floh­markt im nächs­ten Jahr wiederholen.

Mit den Ein­nah­men durch den Bücher- und Kuchen­ver­kauf wer­den wir wei­te­re Pro­jek­te für die Biblio­thek finanzieren.

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“Small World” von Martin Suter

„Small World“ ist Fall­stu­die, Gesell­schafts­ro­man und Thril­ler in einem.
Kon­rad Lang, Mit­te sech­zig, wird auf ein­mal wie­der von inten­si­ven Bil­dern aus der Kind­heit heim­ge­sucht. Und es zieht den her­un­ter­ge­kom­me­nen alten Mann magisch zur Vil­la sei­ner ehe­ma­li­gen ›Fami­lie‹, wo man sich sei­ner nur ungern erin­nert. Was geht mit ihm vor?, fragt sich vor allem die acht­zig­jäh­ri­ge Elvi­ra Senn besorgt, unan­ge­foch­te­nes Ober­haupt die­ser Fami­lie und gro­ße alte Dame der renom­mier­ten Schwei­zer Koch-Wer­ke. Sie ist irri­tiert von Kon­rads wach­sen­dem Erin­ne­rungs­ver­mö­gen, und mit gutem Grund: Elvi­ra hat näm­lich etwas zu ver­ber­gen. Kon­rads Kind­heit und Jugend waren denk­bar unge­wöhn­lich. Als unehe­li­ches Kind eines Dienst­mäd­chens, aber Spiel­ka­me­rad – oder viel­mehr Lakai – eines gleich­alt­ri­gen Mul­ti­mil­lio­närs­sohns, ist er auf­ge­wach­sen in der Welt der Reichs­ten, ohne dort je akzep­tiert zu sein. Und jetzt möch­te der ver­wirr­te alte Mann nur eines: zurück in den Schoß der Fami­lie, die ihn sicher nicht nur gut behan­delt hat. Elvi­ra Senn nimmt ihn auf, als Pfle­ge­fall. Doch Kon­rad wird für sie zu einer zuneh­men­den Bedro­hung. Zumal er in der Fami­lie uner­war­tet eine Beschüt­ze­rin gefun­den hat. Ein dra­ma­ti­scher Wett­lauf gegen die Zeit, gegen die rät­sel­haf­te Erkran­kung und gegen die immer pani­sche­ren Wider­stän­de der alten Dame beginnt. Er endet in einem fast hei­te­ren Finale.

Was bringt eine schwer­rei­che Wit­we der bes­ten Schwei­zer Gesell­schaft dazu, immer wie­der schüt­zend ihre Hand über einen Spiel­ge­fähr­ten ihres Soh­nes aus des­sen Kin­der­zeit zu hal­ten? Der Leser nimmt Anteil an der zuneh­men­den Demenz des begüns­tig­ten Mit­sech­zi­gers und man könn­te anneh­men, dass dadurch eine Erklä­rung nie ans Licht kommt. Gekonnt kon­stru­iert gibt Suter häpp­chen­wei­se Hin­wei­se auf die Grün­de der Gön­ne­rin. Raf­fi­niert, span­nend und auch humorvoll.

B. K., Sandhausen

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Endlich mal wieder was zur allgemeinen Erheiterung

Am 1. Juli war in der Gemein­de­bi­blio­thek der Kaba­ret­tist Franz Kain aus Wein­heim zu Gast mit sei­nem Pro­gramm “Kain allein daheim 2”. Er traf den Nerv der etwa 50 anwe­sen­den Gäs­te, die nach zwei Jah­ren Coro­na-Pan­de­mie sicht­lich begeis­tert waren über die wit­zig-sprit­zi­ge Abwechs­lung. Als ers­tes fiel mit einem Augen­zwin­kern dem Künst­ler auf, dass die Anwe­sen­den wohl über jede Men­ge Schals und unge­nutz­ten Jacken ver­fü­gen, da vor Pro­gramm­be­ginn vie­le Stüh­le schon damit belegt waren. Sehr oft nick­ten die Zuschau­er zustim­mend, wenn die Spra­che auf voll­ge­stell­te Spei­cher oder Kel­ler­räu­me sowie Gara­gen kam. Meist unnüt­zes Zeug, aber man hängt eben dran und schwelgt beim Ent­rüm­peln in Nost­al­gie. Der ers­te Schul­ran­zen, das Dik­tat­heft, die Lieb­lings­ho­se in Breit­cord mit Schlag … ! Es ging auch um das unnüt­ze Zeug in der “Grusch­del-Schub­la­de”, die ent­we­der in der Küche oder im Wohn­zim­mer zu fin­den sei. Die regel­mä­ßi­gen Fahr­ten zu der Abfall­an­la­ge zwecks Sperr­müll­ent­sor­gung sorg­te für neue Freun­de. Man sah immer die glei­chen Per­so­nen in der War­te­schlan­ge. Spon­ta­ne Sitz­ge­le­gen­hei­ten aus div. vor­han­de­nem Mate­ri­al wur­den geschaf­fen und eine gewis­se Gemüt­lich­keit ent­stand, um die Zeit zu über­brü­cken. Ein wei­te­res The­ma war die Bezie­hung. Am ers­ten Tag der Pan­de­mie wur­de noch inten­siv geku­schelt und erzählt; der zwei­te Tag war schon weni­ger gesprächs­in­ten­siv. Am drit­ten Tag die räum­li­che Tren­nung auf einer Ebe­ne und danach die Tren­nung über ver­schie­de­ne Eta­gen. Man hat­te sich eben nicht mehr so viel zu sagen.

Franz Kain ver­stand es sein Publi­kum zu neh­men und berei­te­te ihm dadurch einen schö­nen Abend, der lei­der viel zu schnell vor­bei­ging. Wir dür­fen auf sei­ne kom­men­den Pro­jek­te gespannt sein.

BiKö

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