“Das Licht in den Wellen” von Janne Mommsen

Auf Föhr kennt jeder die fast hun­dert­jäh­ri­ge Inge Mar­ten­sen. Ihr run­der Geburts­tag soll mit allen Ehren gefei­ert wer­den. Doch kurz vor dem Fest haut Inge ein­fach ab. Mit ihrer Uren­ke­lin Swant­je besteigt sie ein Schiff nach New York: Noch ein­mal will sie die Frei­heits­sta­tue sehen. So wie damals, als sie als jun­ge Frau ganz allei­ne aus­wan­der­te. Dabei schien das Leben vor­her­be­stimmt für die Föh­rer Bau­ern­toch­ter. Nie hät­te sie sich erträumt, dass sie ein­mal im vier­zigs­ten Stock eines Wol­ken­krat­zers tan­zen, Man­hat­tan mit «Inge’s spe­cial pota­to salad» erobern und John F. Ken­ne­dy bewir­ten würde.
Wäh­rend der Über­fahrt erzählt Inge ihrer Uren­ke­lin von einem schil­lern­den Leben zwi­schen den Kon­ti­nen­ten, zwi­schen Wel­ten, die unter­schied­li­cher nicht sein könn­ten. Und sie erzählt von dem, was ein geleb­tes Leben aus­macht: dem Mut, Ent­schei­dun­gen zu tref­fen, und davon, wie man mit dem Bedau­ern über das, was hät­te sein kön­nen, wei­ter­lebt. Sie hofft, Swant­je mit die­ser Rei­se zu hel­fen, ihren eige­nen Weg zu gehen. Und selbst end­lich Frie­den zu schlie­ßen mit dem, was sie immer für sich behielt. Denn kein Leben kommt ohne Geheim­nis­se aus ...
Wir beglei­ten in dem Buch das Leben einer wil­lens­star­ken Frau. Als 24-Jäh­ri­ge ver­lässt sie ihre Hei­mat die Insel Föhr, durch einen Schick­sals­schlag bedingt und wan­dert aus nach New York. Dort meis­tert sie ihr Leben, beglei­tet von treu­en Freun­den, die ihr auch in schwe­ren Stun­den bei­ste­hen. Ihr Leben pen­delt zwi­schen den zwei grund­ver­schie­de­nen Wel­ten Föhr und New York. Ein inter­es­san­ter und lesens­wer­ter Frauenroman.

E. L., Sandhausen

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