An einem dunklen, regennassen Abend in Dublin öffnet die Wissenschaftlerin und vierfache Mutter Eilish Stack ihre Haustür und steht zwei Beamten der neu gegründeten irischen Geheimpolizei gegenüber. Sie sind gekommen, um ihren Mann Larry, einen bekannten Gewerkschafter, zu verhören. Kurz nach dieser Begegnung mit der Polizei verschwindet Larry, und sehr schnell beginnen die Dinge in Eilishs Welt aus dem Ruder zu laufen.
Irland befindet sich in der Gewalt einer Regierung, die auf dem Weg in die Tyrannei ist. Eilish findet sich in der alptraumhaften Logik einer kollabierenden Gesellschaft wieder, angegriffen von unsichtbaren Kräften, die sich ihrer Kontrolle entziehen. Sie ist gezwungen, alles zu tun, um ihre Familie zu schützen und alle zusammenzuhalten. Wie soll sie ihren Kindern erklären, was passiert ist, wenn sie nach dem Vater fragen? Wie wird ihr eigener zunehmend dementer Vater auf die gravierenden Veränderungen seines Alltags reagieren? Und wie weit wird Eilish selbst gehen, um sich und ihre Familie zu retten.
Bedrückend. In einem Irland in der nahen Zukunft. Eine autoritäre Macht übernimmt und beginnt mit dem Umbau der Demokratie. Zuerst werden Gewerkschaftsaktivitäten erschwert und an dem Beispiel dann die Beseitigung des Rechts durchdekliniert. Der Leser begleitet Eilish durch diesen Zerfall des Rechtsstaats und wie sie weiter versucht, sich darin zurechtzufinden, wie ihre Familie in der Zerstörung zerfällt und verschwindet und wie sie letztlich verzweifelt zu fliehen versucht. Ohne Abstand, häufig in einem an Joyce erinnernden Gedankenstrom leiden wir mit. Das könnte überall sein und war schon an vielen Orten so
Oliver S., Sandhausen
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