“Vor dem Fest” von Saša Stanišić

Es ist die Nacht vor dem Fest im ucker­mär­ki­schen Fürs­ten­fel­de. Das Dorf schläft. Bis auf den Fähr­mann – der ist tot. Und Frau Kranz, die nacht­blin­de Male­rin, die ihr Dorf zum ers­ten Mal bei Nacht zei­gen will. Ein Glöck­ner und sein Lehr­ling wol­len die Glo­cken läu­ten, das Pro­blem ist bloß: die Glo­cken sind weg. Eine Füch­sin sucht nach Eiern für ihre Jun­gen, und Herr Schramm, ein ehe­ma­li­ger Oberst der NVA, fin­det mehr Grün­de gegen das Leben als gegen das Rauchen.

Nie­mand will den Ein­bruch ins Haus der Hei­mat beob­ach­tet haben. Das Dorf­ar­chiv steht aber offen. Doch nicht das, was gestoh­len wur­de, son­dern das, was ent­kom­men ist, treibt die Schlaf­lo­sen um. Alte Geschich­ten, Sagen und Mär­chen zie­hen mit den Men­schen um die Häu­ser. Sie fügen sich zum Roman einer lan­gen Nacht, zu einem Mosa­ik des Dorf­le­bens, in dem Alt­ein­ge­ses­se­ne und Zuge­zo­ge­ne, Ver­stor­be­ne und Leben­de, Hand­wer­ker, Rent­ner und edle Räu­ber in Fuß­ball­tri­kots auf­ein­an­der­tref­fen. Sie alle möch­ten etwas zu Ende brin­gen, in der Nacht vor dem Fest.

Kann ich die­ses Buch emp­feh­len? Wie soll ich es beschreiben?
Es ist nicht die Geschich­te (es sind vie­le Geschich­ten) es ist auch nicht der Schreib­stil (es sind unter­schied­li­che Sti­le) die mich fas­zi­niert haben.
Wer ger­ne ein außer­ge­wöhn­li­ches Buch lesen möch­te, dem kann ich die­ses Buch nur ans Herz legen.

Armin B., Sandhausen

Ver­füg­bar­keit in der Gemein­de­bi­blio­thek prüfen

Dieser Beitrag wurde unter Artikel in den Gemeinde Nachrichten, Buchempfehlungen, Roman abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.